Impfangebot mit BIONTECH für Kinder & Jugendliche ab 12 Jahren

 

Impfen lassen oder nicht?

Unsere Kinder sind jetzt auch Teil dieses zermürbenden Konflikts geworden. Wenn es den erhofften dritten Weg des Vorbeimanövrierens an Infektion und Impfung nicht geben wird: Was ist dann das „bessere Übel“ – Impfung oder Infektion?

Impfung mit Biontech – was kann passieren?

Akute Impfreaktionen wie Fieber und Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und lokale Schmerzen sowie Rötung an der Einstichstelle treten regelmäßig auf. Das ist nichts Dramatisches – kann im Einzelfall jedoch sehr unangenehm sein.

Langfristige Nebenwirkungen können noch nicht bekannt sein und sind es eben auch nicht. Diskutiert werden hier insbesondere Auswirkungen auf das Immunsystem. Als sehr seltene Nebenwirkung kann es 1-2 Wochen nach der zweiten BioNTech-Impfung zu impfbedingten Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) kommen, welche mit körperlicher Schonung und Gabe von Ibuprofen erfolgreich behandelt werden können. Jüngere Männer bzw. männliche Jugendliche seien eher davon betroffen. Dies wurde erstmals in einer israelischen Studie veröffentlicht ( →link ).

Das Paul-Ehrlich-Institut berichtete am 15. Juli 2021, dass bis zum 30.Juni 2021 in Deutschland insgesamt 173 Fälle einer Myokarditis bei Personen festgestellt wurden, die mit dem Comirnaty-Impfstoff von BioNTech/Pfizer geimpft wurden (bei mehr als 54 Millionen Impfdosen entspricht das einem Risiko von 1:300.000). Damit wurden bisher nur wenig mehr Fälle beobachtet, als allgemein in der Bevölkerung ohnehin zu erwarten gewesen wären. Für Kinder zwischen zwölf und 15 Jahren gab es keine Verdachtsmeldungen auf eine Herzmuskelentzündung. Deutschlandweit traten bisher 24 Nebenwirkungsmeldungen in dieser Altersgruppe auf. Gemeldet wurden fast ausschließlich Lokalreaktionen und bekannte Allgemeinreaktionen. In zwei Fällen war eine stationäre Behandlung erforderlich. In dem einen Fall aufgrund von Übelkeit und Erbrechen und in dem anderen Fall aufgrund grippeähnlicher Beschwerden ( →link ).

Die französische Arzneimittelbehörde ANSM kam zu folgendem Ergebnis: Bei 2,4 Millionen Geimpften in der Altersgruppe 12-17 Jahre ist ein Fall von Herzmuskelentzündung gemeldet worden. Insgesamt sind 66 Fälle schwerer Nebenwirkungen registriert worden. Als häufigste vermerkte Nebenwirkung von Corona-Impfungen mit BioNTech/Pfizer gab die ANSM hier Störungen der weiblichen Periode an. Die Blutungen könnten dabei stärker in einem anderen Rhythmus als gewohnt ausfallen ( →link 1 / →link 2 ).

Bei der genauen Beurteilung von Impfnebenwirkungen überrascht folgendes: Im Vergleich treten Herzmuskelentzündungen nach Impfungen 6x seltener auf als bei einer Corona-Infektion. Das heißt: das Risiko ist größer, an Covid-19 zu erkranken und Komplikationen mit Myokarditis zu bekommen als Myokarditis durch eine Impfung zu erleiden. ( →link 1 / →link 2 )

Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die kurzzeitigen Nebenwirkungen der Biontech-Impfung beherrschen lassen. Langzeitwirkungen sind jedoch zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund zu kurzer Zeiträume nicht beurteilbar.

Infektion mit Corona – was kann akut und was kann langfristig passieren?

In der jetzt impfrelevanten Gruppe der Kinder & Jugendlichen zwischen 12-17 Jahren nähern sich die Symptome denen von jungen Erwachsenen bei Corona-Infektion  an. Hier bleiben die meisten asymptomatisch oder zeigen einen milden Verlauf.

Eine aktuelle in Großbritannien veröffentlichte Studie erbrachte nützliche Informationen (The Lancet – Child And Adolescent Health, 03.08.2021 link). Die häufigsten Akut-Symptome sind leichte Kopfschmerzen und Müdigkeit. Diese treten bei 50-60% der Infizierten auf. Die mittlere Krankheitsdauer beträgt bei den 12-17-jährigen ca. 7 Tage. 5 %  zeigten dabei bis zu 4 Wochen Symptome (Erwachsene 13,3%), wobei die Ausprägung der Symptome erträglich war. 1,8% der Infizierten wurden jedoch stationär behandelt und bei ebenfalls 1,8% traten Symptome bis zu 8 Wochen auf (Erwachsene 4,5%).

Auch bei der Corona-Infektion ist eine Vorhersage über zu erwartende Spätfolgen von Long Covid zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht möglich. ( →link 1 / →link 2 )

Wahrscheinlich stellt sich auch für unsere Kinder nur die Wahl zwischen Impfung und Infektion. Bei dieser Wahl müssen auch die seelischen und körperlichen Auswirkungen des Corona-bedingten Lockdowns und die Auswirkungen auf die Schule berücksichtigt werden. Bei Kindern und Jugendlichen haben diese Maßnahmen sehr viel mehr Schäden angerichtet als die Erkrankung selbst. Schließungen von Schulen und Sportstätten müssen zukünftig vermieden werden.

Die Corona-Unsicherheit wird uns auf nicht absehbare Zeit begleiten. Ein halbwegs normales Leben ist nur mit Antikörpern möglich. Wenn wir die psychosozialen Schäden durch Einschränkungen & Lockdown gefährlicher als Infektion & Impfung einschätzen – müssen wir baldigst eine Entscheidung treffen. Antikörper erhält man nur durch Infektion oder Impfung. Jetzt naht der Zeitpunkt, an dem eine Verhältnismäßigkeit gewahrt ist, die Kinder entweder dem Risiko einer Corona-Infektion oder dem Risiko einer Covid-Impfung auszusetzen. Hauptsache Antikörper entwickeln. Wir halten dabei die Impfung für das „bessere Übel“ und die bessere Wahl.

Deshalb unterbreiten wir Kindern & Jugendlichen ab 12 Jahre ein Angebot zur Impfung mit BIONTECH unabhängig von Praxiszugehörigkeit. Ziel ist neben Schutz vor Corona auch die Normalisierung von Freizeit- und Schulaktivitäten.

→zur Online-BUCHUNG IMPFTERMIN

Erforderlich vor der Impfung sind:

  • Aufklärungsblatt & Einwilligungsbogen →runterladen, durchlesen, unterschreiben und mitbringen. Wenn dieser Bogen bei Erstimpfung abgegeben wurde, braucht das Formular bei Zweitimpfung nicht nochmals ausgefüllt werden.
  • ganz wichtig ist die schriftliche Impfeinwilligung aller (!) Erziehungsberechtigten auf dem Einwilligungsblatt
  • mitzubringen sind außerdem der Impfausweis und die Gesundheitskarte (Chipkarte)

Vor der Impfung erfolgt eine abschließende Beratung, in der noch bestehende Fragen beantwortet werden.

Aktuelle Impfquote in der Altersgruppe 12-17 Jahre (Stand 20.10.) ( →link ):

Mecklenburg-Vorpommern   1x geimpft 31,0% / vollständig geimpft 26,3%

Bundesrepublik insgesamt   1x geimpft 44,7% / vollständig geimpft 39,4%