Wie kann es weiter gehen? – subjektive Sichtweisen von Dr. Kringel

 

Matchball OMIKRON

(verfasst am 12.01.2022)

Offenbar stehen wir kurz vorm Finale der CORONA OPEN. Nach vier Sätzen gegen ALPHA, BETA, GAMMA und DELTA hatten wir mit unerschütterlicher Geduld und immensem Impfaufwand eine Pattsituation im Leben mit dem Coronavirus erreicht. Der nun kommende, entscheidende fünfte Satz gegen OMIKRON wird wohl scheinbar verloren gehen – und dennoch siegen auch wir alle!

Denn endlich sieht man Licht am Ende des Tunnels. Wenn Omikron über Europa und die gesamte Erde schwappt – folgt darauf eine hohe Anzahl gleichzeitiger Antikörper-Träger und dem Virus geht seine Bühne abhanden. Genau diese holen wir uns dann wieder zurück – um darauf zu tanzen – und zum Dank basteln wir anschließend Omikron noch einen Schrein dafür.

Mit den Impfungen sind wir für diese entscheidende Runde bestens gerüstet. Angst ist fehl am Platz. Aber auch ohne Impfung herrscht Optimismus vor. Am Ende ist nämlich die eigene Entscheidung die beste Entscheidung. Egal für welchen Weg sich jede*r von uns entschieden hat – für eventuelle Folgen sind wir selbst verantwortlich und werden diese dadurch besser ertragen.

Von mir aus darf es bei einer Inzidenz von 2000 bald heißen: Matchball Omikron. JA gerne! Ich kann es kaum erwarten.

Denn am Ende heißt es sowieso: Spiel, Satz und Sieg – WIR alle zusammen!

 


Bleibt alles anders

(verfasst Weihnachten 2021)

Mit dem Titel seines Albums aus dem Jahr 1998 beschrieb Grönemeyer eine Stimmung welche Weihnachten 2021 ebenso treffend charakterisiert. Bereits zwei Jahre beeinflusst Corona unser Dasein. Es bleibt uns dabei gar nichts anderes übrig, als sich an ständige Veränderungen anzupassen. Aber keine Sorge: Das menschliche Wesen ist wandlungsfähiger als gedacht. WIR schaffen auch das.

Im WIR sind alle einbezogen – die Genesenen, die Ungeimpften und die Geimpften. WIR sind alle gleich betroffen von der Pandemie. Niemand von uns hätte sich ohne Not impfen oder infizieren lassen. Als Corona-Opfer sind wir alle gleich. Es macht keinen Sinn, mit dem Finger auf andere zu zeigen und Schuld zu verteilen. Egal ob geimpft, ungeimpft oder genesen.

Pandemie würde nicht Pandemie heißen, wenn sie nicht weltweit Auswirkungen hätte. Impfungen und Einschränkungen sind dabei der Versuch, Opferzahlen gering zu halten. Aber Pandemie bedeutet eben auch Opfer. In meiner Wahrnehmung treten nach wie vor beträchtlich mehr Schäden durch Infektion als durch Impfung auf. Deshalb ziehe ich weiterhin die Impfung einer Infektion vor, wobei ich eine Impfplicht auf gesundheitliche Berufe beschränken würde. Für alle anderen plädiere ich für eine Entscheidungspflicht: Impfung oder Infektion – Hauptsache Antikörperbildung! Unsicher machen mich hingegen Impfungen bei Kindern im Alter von 5-11 Jahren, da aus der Abwägung von Nutzen und Risiko keine mich überzeugenden Argumente resultieren. Dabei bin ich jedoch nicht urteilsberechtigt, da in unserer Familie alle Kinder älter sind und wir somit keine uns betreffende Entscheidung treffen müssen.

Das Auftauchen von Omikron ist jetzt vier Wochen her. Mir macht es keine Angst. Selbst wenn für eine neuerliche Mutante ein weiterer griechischer Buchstabe herhalten muss – Corona wird nicht das gesamte Alphabet schaffen. Ich denke jedoch nicht, dass Impfungen alleine ausreichen werden. Ich halte instinktiv die direkte Auseinandersetzung mit dem Virus – also eine Infektion – für unvermeidlich. Diese sollte im Idealfall zu einem Zeitpunkt mit hohem Antikörperschutz durch vorhergehende Impfung geschehen. Diese Kombination – direkte Viruskonfrontation bei vorhandenem Impfschutz – stellt möglicherweise die stärkste Boosterung dar.

2020 wurde gesagt: „wir müssen uns an Corona gewöhnen“ – wir haben uns daran gewöhnt. Bleibt alles anders. Sicher ist eins – WIR schaffen das.

 


Endlich die nächste Bedrohung  – όμικρον!

(verfasst am 28.11.2021)

Damit uns bloß nicht langweilig wird – gibt es die nächste Mutante: Omikron O. Der kleine Bruder vom Omega Ω. Omikron – das könnte auch der Titel des nächsten Bond-Films sein.

Leider ist die Corona-Variante weniger unterhaltsam. Die aktuelle Entwicklung sollte jedoch kein Grund zur Panik sein. Vor allem sollte keine Angst geschürt werden. Die Berufs-Warner können jedoch nicht anders und treten erneut auf den Plan: „Möglicherweise wird der Impfschutz bei der Omikron-Variante nicht ausreichen.“ Möglicherweise doch?! Möglicherweise wird das Schiff ja gar nicht untergehen?! Möglicherweise ist die neue Variante am Ende nicht gefährlicher als die bisherigen?

Ich begreife diese sich ständig wiederholende Angstmacherei nicht. Wem wird damit geholfen? Was wird davon besser? Man kann denselben Fakt auch positiv formulieren. Wie wäre denn: „Es bestehen gute Aussichten, dass die bisherigen Impfungen auch gegen die neue Omikron-Variante gut wirken“?

Fakt ist: wir sind gut gewappnet und werden auch Omikron schaffen. Und wenn´s denn sein muss – auch Omega.

 


Jetzt geht es in erster Linie um die Über-60-Jährigen !

(verfasst am 25.11.2021)

Weiterhin halten sich die tatsächlichen Opferzahlen im Vergleich zum letzten Jahr in Grenzen (→link RKI). Es gibt jedoch Modellsimulationen von Extremszenarien. Laut dem thüringischen Mathematik-Professor Kristan Schneider könnten ohne jegliche Maßnahmen fast 300.000 Menschen bis zum Frühjahr an Corona versterben. Dies beträfe größtenteils Über-60-Jährige, wobei in der Analyse leider keine Unterschiede zwischen Geimpften und Ungeimpften berücksichtigt werden. Obwohl ich immer optimistisch herangehe, stimmt diese Aussage auf jeden Fall nachdenklich. (→link Modellsimulation)

Was wären mögliche Schlussfolgerungen?

Sich jetzt in erster Linie um die Älteren kümmern!

Booster-Impfungen sollten zuallererst Über-60-Jährige erhalten! Daran anschließend können Impfungen nach Altersgruppen abfallend geordnet durchgeführt werden.

Kontakte der Altersgruppe Ü60 sollten bis zum Abschwächen der vierten Welle auf das Nötigste begrenzt werden. Sie müssen sich selber durch FFP2 schützen und müssen von der Gemeinschaft geschützt werden. Eine einfach umsetzbare Maßnahme wäre zum Beispiel die Anordnung, dass alle Lebensmittelgeschäfte für 4 Wochen in der Zeit von 9-12 Uhr vormittags ausschließlich Über-60-Jährigen Zutritt gewährt. Alle Mitarbeiter müssten in diesem Zeitraum ebenfalls FFP2 tragen. Verwandtenkontakte mit Jüngeren sollten nur nach negativen Schnelltests stattfinden.

Dann wäre es gut, dass sich die ungeimpften Erwachsenen unter 60 in diesem Schutzzeitraum entweder impfen oder infizieren sollten. Und wenn wir denn die Impfung in der Altersgruppe der Unter-12-Jährigen vermeiden wollen – könnte dieser Zeitraum der Kontaktmeidung auch hier zur koordinierten Durchseuchung genutzt werden. Nach 4 Wochen würde die Lage neu beurteilt.

 


Wir brauchen wieder einen Rudi Völler !

(verfasst am 14.11.2021)

Die Nachrichten gleichen sich Tag für Tag: „…die Inzidenz ist in den letzten Tagen auf immer neue Höchstwerte gestiegen. Heute ist ein weiterer Rekordwert registriert worden und morgen wird mit einem noch höheren Wert zu rechnen sein…“

Das Ganze erinnert mich an Rudi Völler in seinem denkwürdigen Interview 2003: „…die Geschichte mit dem Tiefpunkt, und nochmal ein Tiefpunkt. Dann gibt’s nochmal einen niedrigeren Tiefpunkt. Ich kann diesen S.… nicht mehr hören. Das muss ich ganz ehrlich sagen.“ (→link Völler 2003)

Mir geht es mit den sich wiederholenden Negativmeldungen genauso – ich kann es nicht mehr hören. Es macht die Sache doch nicht besser. Wenn überhaupt werden dadurch Angst und Panik gefördert. Ein mühsam errichtetes Kartenhaus wird ohne Not niedergerissen. Dabei leben wir im Herbst 2021 mit ca. 70% doppelt Geimpften plus vielen Genesenen. Wir befinden uns nicht mehr im Herbst 2020 in schutzloser Verwundbarkeit. Und wenn man schon Äpfel mit Birnen vergleicht – also 2020 mit 2021 – dann doch bitte realitätsnah mit Optimismus und Zuversicht!

Aus einer besseren Schutzposition als mit 70% Geimpften plus bereits Genesenen können wir doch gar nicht in diese unvermeidliche Auseinandersetzung gehen?! Wann wenn nicht jetzt? Nur wenn alle übrigen Mitmenschen ohne Antikörper diese endlich entwickeln – rückt das Ende näher. Die Inzidenz kann von daher gar nicht hoch genug sein, um endlich fertig zu werden.

Wir möchten unsere Kinder unter 12 nicht impfen – also müssen wir es auch aushalten, dass sich alle einmal infizieren. Am besten alle gleichzeitig zusammen. Alle Großeltern und Gefährdeten werden für 4 Wochen nicht besucht – dafür ist jedoch danach Sicherheit gegeben. Ebenso kann hinterher ein befreiter Schulalltag zurückkehren. War es nicht ein Hauptziel im Kampf gegen Corona, so schnell als möglich das Leben der Kinder zu normalisieren? Trauen wir uns doch jetzt, die ohnehin unvermeidliche Durchseuchung zuzulassen.

Die anhaltend impfskeptischen Erwachsenen nehmen bewusst ernste Krankheitsverläufe in Kauf. Diese sehr wahrscheinlich vermeidbaren Leiden sind als Beobachter schwer zu ertragen. Es ist jedoch eine selbstbestimmte freie Wahl, deren Folgen eine freie Gesellschaft auch aushalten muss. Wir alle müssen somit diese Infektionen zulassen, damit wir zum Ende kommen (wobei ich weiterhin die Impfung für das bei weitem geringere Übel halte !). Egal in welcher Konstellation: eine Null-Risiko-Variante wird es zu keinem Zeitpunkt geben. Möglicherweise brauchen auch die bereits Geimpften für einen Langzeitschutz einmal den direkten Corona-Kontakt. Deshalb nochmal die Frage – wann wenn nicht jetzt?

Der Staat hat seine Aufgaben gut erfüllt. Mehr als ein Impfangebot an alle und anhaltenden Schutz gefährdeter Mitmenschen konnte und kann er nicht bieten. Jetzt ist es wieder Zeit für Selbstverantwortung. Die bisher ungeimpften Erwachsenen nehmen Sie mit der Impf-Ablehnung ohnehin wahr.  Wenn ich jetzt als vollständig Geimpfter ins Konzert gehen möchte, ist mir bewusst, dass ich hinterher trotz Impfung Corona-positiv sein kann. Ich gehe bewusst dieses Risiko ein, weil ich dies in der jetzigen Situation für kalkulierbar halte. Weil meine Angst im letzten Winter einem Optimismus gewichen ist, dass ich nicht im Krankenhaus behandelt werden muss.

Die einzigen real zu berücksichtigenden Grenzen sind Hospitalisierungsrate und beatmungspflichtige Behandlungen. Die Statistiken zeigen hierbei jetzt ähnliche Zahlen wie vor einem Jahr (→link RKI). Die potentiellen Überlastungen des Pflegepersonals durch Covid-Patienten sind ebenfalls zu berücksichtigen. Reserven sollten im Bedarfsfall aktiviert werden – dazu sind sie ja da.    Folgende Überlegung sei dabei erlaubt: wenn in den jetzt kommenden Wochen Höchstbelastungen auszuhalten sein werden – könnten vielleicht dadurch sonst zwangsläufige Langzeitbelastungen verringert werden? Eine coronabedingte Überlastung ist doch ohnehin nicht vermeidbar.

Wenn jetzt von einer sich zuspitzenden dramatischen Lage gesprochen wird – entspricht dies nicht meiner Wahrnehmung. Dramatisch ist eher, dass wir die Luxusmöglichkeit einer dritten Impfung haben – während in ärmeren Ländern zu wenig erste Impfungen angeboten werden.

Ändern wir unsere Sichtweise. Seien wir gelassener und berechtigt optimistisch. Beenden wir den medialen Pessimismus. Ein polterndes, aufmunterndes Wachrütteln in der Art Rudi Völler´s würde uns erden und nutzlose Angst mindern. Denn im Grunde wissen wir: Ja – wir schaffen auch das.

 


Das Impfpotential ist praktisch ausgeschöpft – wie kann es nun weitergehen?

(verfasst am 04.09.2021)

Wir sind uns alle einig: NIEMAND wollte eine Corona-Infektion erleiden, KEINE*R von uns hätte sich ohne Not eine Corona-Impfung geben lassen und ALLE möchten wir einfach unser ganz normales Leben zurück.

Seit Anfang der Pandemie im März 2020 wurde versucht Zeit zu gewinnen, um die Krankheitsausbreitung zu verzögern und jeder/jedem ein Schutzangebot durch Impfung zu ermöglichen. Zur Opfervermeidung wurden extreme Maßnahmen wie Lockdown, Maskenpflicht, Homeoffice und Homeschooling ergriffen und von uns in Kauf genommen.

Nun erreichen wir in Kürze den Zeitpunkt, an dem jede*r von uns das Recht auf Corona-Impfschutz wird hat wahrnehmen können.

Wenn danach keine Impfbegehrenden übrig sein werden, sollte sich aus meiner Sicht das eingeschränkte Alltagsleben grundlegend umkehren und zur Normalität zurückkehren. Anhaltend Schutzbedürftige gibt es dann nur noch in abzugrenzenden Bereichen – wie zum Beispiel Pflegeheimen. Dort sollten tatsächlich Abfragen des Sero-Status (ausdrücklich NICHT des Impf-Status) erlaubt sein. Es gibt nun mal ZWEI Möglichkeiten Corona-Antikörper zu erhalten: entweder durch Impfung oder durch Infektion.

Da das Impfpotential bald ausgeschöpft sein wird und in der Gruppe der Impfvermeider eine Coronainfektion offenkundig als harmloser eingeschätzt wird – wird es bald praktisch keine Schutzsuchenden mehr geben. Dann brauchen doch auch keine Schutzmaßnahmen mehr aufrechterhalten werden?!

Dann sollten die Masken und Einschränkungen fallen. Wir werden mit diesem Virus auf unbestimmte Zeit leben – dann lasst es uns auch normal gestalten. In Großbritannien zeigt sich die Machbarkeit dieses Herangehens. Die Hospitalisierungsrate stieg zwar in den letzten Wochen leicht an – blieb dabei jedoch kontinuierlich im zumutbaren Bereich (→link).

Wie würde das praktisch ablaufen?

Natürlich infizieren sich dann alle Kinder und ebenso nicht geimpfte Jugendliche und Erwachsene. Das gehört aber zur neuen Normalität dazu – wir müssen das hinnehmen. Es wird dabei einige unvermeidliche Verwundungen und auch Opfer geben. Diese sind jedoch verhältnismäßig und wir haben sie in Kauf zu nehmen. Egal wie wir es weiter angehen – eine Null-Risiko-Variante wird es NIEMALS geben. Für ein Austrocknen des Virus braucht es nun mal einen ausreichend hohen Bevölkerungsanteil mit Antikörpern. Deshalb plädiere ich eher für ein bewusstes Ende mit Schrecken als ein unbestimmtes Schrecken ohne Ende. Selbst erkrankungsbedingt besonders gefährdete Mitmenschen ohne Impfmöglichkeiten könnten profitieren. Ihre ohnehin notwendige Isolation kann so gegebenenfalls verkürzt werden.

Wir alle hofften – und einige hoffen immer noch – sowohl um Infektion als auch Impfung herum zu kommen. So nachvollziehbar dies ist – meiner Ansicht nach bedeutet in der Realität: Wer eine Impfung meidet – entscheidet sich im selben Atemzug unvermeidlich für eine Infektion.

Jede*r von uns ohne Antikörper hat es jetzt noch in der Hand zu entscheiden, auf welche Weise man selbst Antikörper entwickelt. Es gibt keinen Impfzwang – es gibt genauso ein Grundrecht auf Infektion. Es ist jedoch dabei auf lange Sicht besser, eine Entscheidung selbst zu treffen als später mit fremdbestimmten Folgen zu leben.

Deshalb fordere ich JETZT zur Entscheidungsfindung auf! Das Ende der Pandemie kann nicht mehr von den Genesenen & Geimpften bestimmt werden. Es liegt jetzt in der Hand der Antikörper-freien Mitmenschen. Und wenn Sie sich dabei für den Weg der Infektion entscheiden – dann ist das völlig in Ordnung! Sie tun es bei klarem Verstand und gemäß einem Grundrecht der freien Wahl zwischen Infektion und Impfung. Nur entscheiden Sie sich bitte BALD, damit auch Sie Antikörper entwickeln. Denn darin sind wir einig: wir wollen alle unser normales Leben dauerhaft zurück.

Um diesen Weg praktisch umsetzbar zu gestalten schlage ich einen „Tag der letzten Impfanmeldemöglichkeit“ vor. Ich schlage vor, eine Frist festzusetzen, bis zu der man sich für eine Erstimpfung anmelden kann. Natürlich werden auch danach Impfungen für jede*n zugänglich sein – es braucht aber eine faire und für alle rechtsgültige Deadline. Ab diesem Zeitpunkt – beispielsweise der 31.10. – vergehen dann noch 6 Wochen bis zur Zweitimpfung und weitere 2 Wochen bis zum anzunehmenden Schutz. Dann wäre der 1. Januar 2022 der Stichtag, an dem alle Schutzmaßnahmen beendet werden – da kein Schutzbedürftiger mehr übrig ist. In Zukunft werden sich dann auch Doppelt-Geimpfte trotz Impfungen mit Corona infizieren. Dies ist jedoch altersabhängig bei weitem nicht so gefährlich, erneut verhältnismäßig und von uns allen mit einer Portion Mut in Kauf zu nehmen. Möglicherweise ist ja die Boosterung durch eine abwehrbedingt mildere Corona-Infektion neben einer sonst fälligen Dritt-Impfung ebenfalls eine denkbare Vorgehensweise für langfristigen Schutz?

Tests würden so oder so überflüssig – da sie keinen Sinn mehr machten. Wer erkältet ist, bleibt wie früher in der Fieberphase zu Hause und kommt nach 3-5 Tagen wieder in die Kita, Schule oder zur Arbeit.

Viel mehr Bedeutung sollten ab dann Antikörper-Serumtests erhalten. Das weitere Vorgehen kann darauf begründet individuell koordiniert werden. Egal ob 6 Monate nach Impfung oder Infektion – wenn die Antikörper-Menge beispielsweise noch immer mindestens 10-fach über Norm liegt – erhält man einfach eine Zeitgutschrift von weiteren 2-3 Monaten auf seinen Genesenen- oder Geimpften-Status. Erst danach braucht erneut über eine Nachfolge-Impfung oder auch Nachfolge-Infektion nachgedacht werden. Wenn ohnehin keine Gelder mehr für Tests benötigt werden – wäre das doch eine sinnvolle kostenlose neue Staatsleistung.

Niemand von uns kennt die perfekte Lösung für dieses beispiellose Corona-Problem. Meine Sichtweise soll daher auch nur als Anregung verstanden werden.

(PS: …ich selbst halte nach wie vor die Impfung für das bessere Übel)